philcaro

Raum 2


Die Verbindung zwischen dem Abstrakten und dem Figurativen ist eine spannende Mischung. Für den Betrachter bietet sie genug Platz für die Fantasie, aber in einem wenig begrenztem Rahmen. Für den Maler wird sie zur spielerischen Herausforderung. Es sind durchdachte Werke. Nach einer Idee folgen mehrere Skizzen und erst dann die Umsetzung. Für den Maler Pilato, ein sehr interessanter Prozess, den er oft mehrere Tage und Wochen mit sich trägt.



Die virtuelle Galerie „Philcaro“ präsentiert ausschließlich Werke des Künstlers  Bogdan  P I L A T O.


Das sind vor allem Gemälde und Zeichnungen aus den Jahren 2005 – 2016                                                                                                                 

Wenn ein Komponist einen Auftrag bekommt, z.B. Filmmusik zu schreiben, stehen ihm alle Musikstilrichtungen, Instrumente und Klänge zur Verfügung. Genauso sieht Bogdan Pilato seine Arbeit als Maler. Immer neugierig auf neue Maltechniken und Materialien realisiert er seine Ideen mit erstaunlicher Konsequenz. Es ist nicht der Wiedererkennungswert den er anstrebt, es ist die Freiheit in der Malerei. Er sagt: „Die Malerei bietet so viele Gestaltungsmöglichkeiten und ich möchte sie einfach nutzen“. Meistens arbeitet er an mehreren Bildern gleichzeitig. Das bedeutet für ihn die notwendige Distanz zu gewinnen und einen frischen Blick für jedes einzelne Werk zu behalten. Seine Arbeitsweise ist sehr unterschiedlich – manche Bilder entstehen schnell und spontan, andere wieder, werden ganz genau überlegt, vorskizziert  und sehr detailliert ausgeführt. Was er in der Malerei sucht ist die andere Wirklichkeit oder einen anderen Blick auf unsere Wirklichkeit. Harmonie, Komposition, Dynamik, Rhythmus und Tempo will er in seinen Bildern spüren lassen. Begriffe, die seine musikalische Vergangenheit nicht leugnen lassen. Es ist ihm ebenso wichtig Mut in der Malerei zu haben – Mut zu zerstören und Neues auszuprobieren. Mut zur Melancholie und zum Humor. Und das Wichtigste für seine Werke - die Poesie – ein Terminus, der schwer mit Worten zu beschreiben ist – aber vielleicht mit Bildern?

Philosophie

Raum 1


Natürlich sind das nicht alle seine abstrakten Arbeiten, aber vielleicht die Repräsentativsten. Aus manchen sind kleine Serien geworden. Viele diese Bilder entstehen schnell und spontan wie z.B. „La Primavera“, die anderen brauchen mehr Zeit, Denkpausen und Korrekturen wie „Eigene Wahrheit“.

Diese Art der Malerei bedeutet für ihn ein unerschöpfliches Potenzial an Möglichkeiten. Damit meint er die intellektuelle Auseinandersetzung mit dem Thema, absolut freie Wahl der Ausführung sowie vielseitiges Experimentieren mit verschiedenen Farben und Materialien.


GALERIE

Raum 3


Diese Bilder können mit Sicherheit als surreale Malerei verstanden werden – aber eine andere Art der surrealen Malerei. Nicht Traumerlebnisse sind die Quelle der künstlerischen Eingebung, sondern die Suche nach einer anderen Wirklichkeit. Der surreale Stil seiner Bilder betont die Symbolik der Aussage und gibt ihn die Möglichkeit, das auszudrücken, was er fühlt. Charakteristisch für diese Werke ist, dass sie meistens aus drei bis fünf Farben entstehen – nicht mehr. Diese Reduzierung ist ihm bewusst wichtig. Die Figuren sind immer sehr präsent im Vordergrund – der Hintergrund bleibt ruhig und atmosphärisch. Manchmal hat das Bild fast abstrakten Charakter, wie z.B. in dem Werk „Hinaus oder hinein“ aus dem Jahr 2006.


Raum 4


In diesem Raum befinden sich vor allem figurative Arbeiten.

Jedes dieser Werke hat einen eigenen gedanklichen Hintergrund. Jede Idee wird durch die Form, Komposition und letztlich die Maltechnik anders umgesetzt. Das ist für seine Arbeit spezifisch – der frische und freie Blick auf eine neue Thematik. Die Freiheit, die er so schätzt und lebt, widerspiegelt sich in der Malerei. Die Gegenständlichkeit der Bilder ist vor allem eine Metapher, hat eher symbolische Bedeutung und dient als visuelle Botschaft.


Raum 5


Der Beruf des Malers ist für den Künstler PILATO ein ständige Lernprozess. Die Interesse an neuen Materialien und Maltechniken ist für ihn selbstverständlich. Seit dem Jahr 2013 beschäftigen ihn zwei neue, sehr anspruchsvolle und

arbeitsintensive  zeitgenossische Materialien - flüssige Metalle und verschiedene Harze. Diese bieten eine neue Palette der Ausdruckmöglichkeiten, besonders im Zusammenspiel mit alten Malprozessen.


THE  PILATOS


Nach Jahren und hunderten großformatigen Gemälden wollte Pilato etwas ganz, ganz Simples schaffen – im Kleinformat, mit minimalistischer Linienführung, wenig Material und in Schwarz-Weiß. Im Jahr 2012 war es soweit – die „Pilatos“-Serie entstand.

Nur mit Mimik und Körperhaltung erzählen die „Pilatos“ kurze Geschichten. Das Besondere an diesen Figuren ist, dass sie geschlechtslos sind. Nur die Handlung der Stories suggeriert die Geschlechterrollen.

Inspiriert hat ihn – wie schon öfter in seinem Leben – die Musik. Deswegen erinnern viele Titel seiner Zeichnungen an berühmte Songs, vor allem von den Beatles. Er sagt - “Bei allem Respekt: Es war schon sehr unterhaltsam für mich, diesen so bekannten Titeln wie z.B. “Here comes the sun“ eine neue Bedeutung zu geben. Eine andere Wirklichkeit?”.




über  PILATO  

Der Künstler Bogdan Pilato lebt seit 1981 in Oberösterreich. Er stammt aus Polen. Warschau.

Die Kunst begleitete ihn schon als Kind. Er absolvierte eine zehnjährige musikalische Ausbildung bei dem Warschauer Sängerknabenchor "LUTNIA" der ihm einerseits die Liebe zur Musik einimpfte und andererseits eine Möglichkeit geöffnet hat, die Welt kennenzulernen. Bei unzähligen Konzerten konnte er nicht nur viele Städte Polens kennenlernen, sondern auch innerhalb Ungarn, Tschechien, Frankreich und Großbritannien. Nach der Matura im Akademischen Gymnasium, studierte er in der Zeit zwischen 1976 -1981 auf der Warschauer Wirtschaftsuniversität SGPiS. Gleich nach dem Studium verbrachte er im Herbst 1981 vier Monate in Paris. Diese Zeit war sehr lehrreich. Das Gefühl „nichts zu verlieren zu haben, aber alles gewinnen zu können“, hat ihn jeden Tag beflügelt. Erste Künstlerfreundschaften schlossen sich und Pilato entwickelte ein gesteigertes Interesse für Kunst. Diverse Besuche in Pariser Museen erweckten die Inspiration.

Im Dezember 1981 besuchte Pilato einen Freund in Österreich und kurz danach erwischte ihn die neue politische Wirklichkeit in Polen. Die Rückkehr nach Polen war vorläufig nicht empfehlenswert.

Er entschied sich in Österreich zu bleiben. Die Ausbildung als Betriebswirt hat ihn nie wirklich begeistert, darum entschloss er sich, das zu machen was ihn immer begeisterte – Musik. Mit seinen Englischkenntnissen hatte er zu manchen österreichischen Musiker Kontakt aufgenommen, die ihm weitergeholfen haben. Die nächsten vierzehn Jahre war das seine Welt. Auf Grund der früheren Gesangsausbildung und der Leidenschaft für die Gitarre entschloss er sich für Solokonzerte mit Folk-, Latin- und Jazzmusikprogramm. In den Jahren 1982 – 1995 spielte Pilato über achthundert Konzerte in Österreich, der BRD, Italien, Senegal und hatte bereits vier LP/CD Produktionen veröffentlicht : 1986 - "My Friend Moon",1989- CD / LP - "Island of Hope", 1993 CD - "Break Out" und 1995 CD - "Both Sides".

Die Malerei hatte auch während dieser Zeit einen besonderen Stellenwert – Pilato stellte seine Werke auf seinen Konzerten aus. Als Autodidakt brachte er sich neue Techniken bei und besuchte in Österreich, BRD und Italien diverse Kurse und Seminare.

Am 1. Juli 1996 präsentierte er der Künstlerkommission beim Bundesministerium für Wissenschaft, Verkehr und Kunst in Wien seine Arbeiten und wurde durch ihr Gutachten offiziell als Bildender Künstler zugelassen. Besonders großformatige Werke haben es ihm angetan und darum spezialisierte er sich auf Wandmalerei und Wandgestaltung. Alleine für diesen Zweig öffnete er sein Atelier - “pilatoart”. Er setzte sich intensiv mit pompeijanischer – und Illusionswandmalerei auseinander, sowie mit modernen Techniken der Wandgestaltung. Obwohl er sehr vielseitig beschäftigt war, hat er nie aufgehört weiter Bilder zu malen und auszustellen. In den Jahren 2004 – 2009 widmete er seine Begeisterung vor allem dem Surrealismus, den er auf eine eigene Art interpretierte. Schon in Polen begeisterten ihn die Filme von Luis Bunuel und die Bilder von Rene Magritte oder Giorgio de Chirico. Die abstrakte Malerei fand erst 2007 Platz in seinen Werken.

Im Zusammenhang mit dieser Entwicklung wuchs Neugierde nach zeitgenössischer Malerei sowie das Interesse an neuen Kunstrichtungen und Materialien.

All diese Perioden und Facetten seines Lebens als Künstler zeigen seine  künstlerische Entwicklung und erklären seinen Standpunkt als Maler und Mensch. Er sieht den Beruf - Bildender Künstler - als ständiges Weiterlernen, sich selber kritisch zu hinterfragen und herauszufordern.




Impressum

galerie philcaro

Bogdan PILATO

Hofwiesenstr. 8

4553 Schlierbach

AUSTRIA

Tel: 0664- 1323575


E-mail:

galerie.philcaro@gmail.com
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Zeichnungen


Die Zeichnungen bedeuten dem Künstler Pilato sehr viel, sind eigenständig und sehr persönlich. Sie entstehen spontan und schnell, mit einer entschlossenen Linienführung – ohne Korrekturen. Bei diesen Arbeiten ist ihn immer wichtig, eine gewisse Harmonie und Ordnung zu schaffen – eine Ausgewogenheit zu finden, nicht zu viel und nicht zu wenig zu zeichnen. Sind sie vielleicht eine Art Übung und Quelle der Inspiration für großformatige Arbeiten? Wahrscheinlich schon, aber nicht nur!



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